TSV Korntal – Männer 1 | 24:30 (13:14)

Storytime

Sodann, meine Kinderlein, scharet euch um den wärmenden Kamin, und lauschet den alten Legenden, die der Märchenonkel euch heute mitgebracht hat.

Es war einmal, vor sehr langer Zeit, am 18. November des Jahres 2018, als sich eine Gruppe tapferer Abenteurer aufmachte, in weit entfernte Gefilde, noch hinter dem Gewerbegebiet Weilimdorf-Nord, um sich mit den dort hausenden Einsiedlern zu duellieren. Sie nannten sich Korntäler, doch Getreide gab es in ihrem Dorfe schon lange nicht mehr, sondern lediglich zwei schmucklose Geschwindigkeitsmessanlagen, welche das Treiben jeder armen Seele argwöhnisch begutachteten, die sich dort nach draußen wagte.

Die Abenteurer aber zogen trotz des dort herrschenden Elends guten Mutes in den Kampf. Doch in ihrer Zuversicht hatten die wackeren Ritter eine wichtige Sache vergessen: Sie waren nämlich dumm wie Scheiße und gaben die während dem gesamten Spiel sichere Führung noch aus der Hand, verloren mit einem Tor und fingen sich in den finalen Minuten noch zwei rote Karten. Solche Trottel. Besonders traurig war damals der kleine Marcus, denn es war sein erster Schlachtzug mit seinen neuen Abenteurerfreunden, doch auch ihm war das Glück nicht hold (0 Tore, 1 rote Karte).

Der Winter kam und verging, die Bäume wurden grün und die Wiesen saftig, die Ernte reifte und die Tage wurden wieder kürzer, und der nächste Winter breitete seine kühlen Schwingen über das Land. Und nach reiflicher Überlegung wagten auch unsere kühnen Abenteurer einen zweiten Versuch ihrer Expedition. Erneut schlugen sie sich durch unwirtliche, graue und leblose Landschaften, vorbei an kahlen Wänden, auf die vor langer Zeit eine kräftige Hand die bedeutungsschwangeren Worte schrieb: „Rost Graphisches Systemhaus GmbH und Co. Großhandel“ – ob als Warnung oder als Drohung ist ebenso unbekannt wie das Schicksal des Autors. Vorbei auch wieder an den grauen Säulen der Verkehrsüberwachung, mit ihrem stoischen, eisernen Blick, unnahbare Wächter einer okkulten, nicht greifbaren Macht. Hinein in Halle, in welcher die Gesetze von Physik und Logik nicht zu gelten schienen. Die Katakomben, in denen sich unsere Abenteurer auf das Duell vorbereiteten, waren ausgestattet mit Türen, die nicht geschlossen werden konnten, und Türen, die nicht geöffnet werden konnten, ohne sogleich in ein jämmerliches, jaulendes Klagen zu verfallen. Offenbar waren schon einige Hasardeure in diesem Raum dem Wahnsinn Anheim gefallen, und hatten ihre Raserei an den nur scheinbar unschuldigen Rohrstücken in der hinteren Ecke der Stube ausgelassen, deren Beginn und Ziel auch auf den ältesten Karten in den Bibliotheken aller Länder nicht auszumachen sind.

Schluss mit dem Unfug.

Die HSG startete gut mit einem 0:3-Lauf in die Partie. Korntal brauchte derweil stolze acht Minuten für das erste eigene Tor, fand danach jedoch zunehmend besser ins Spiel und hatte nach einer knappen Viertelstunde Spielzeit das Spiel wieder auf Gleichstand gestellt (5:5). Die Restdauer der ersten Hälfte wechselten sich beide Mannschaften in entspannter Regelmäßigkeit mit dem Toreschießen ab. Führung HSG, Ausgleich TSV, bis zum 13:14-Pausenstand.

Nach Wiederanpfiff kam das Strohgäuer Rückraumspiel besser zur Geltung als noch im ersten Durchgang. Zudem waren es diesmal die Hausherren, die durch einen Platzverweis geschwächt wurden. Trotzdem tat sich die HSG schwerer als nötig. Zum einen durch zu passive Defensivarbeit, zum anderen durch zu leichtfertig vergebene freiste Würfe. Im Gegensatz zum Spiel in Mundelsheim blieben die Nachlässigkeiten diesesmal allerdings ungestraft. Den Schlusspunkt des Spiels setzte der kleine Marcus mit seinem 16. Treffer, womit er seinen eigenen Saisonrekord übertrifft.

Nächste Woche tritt die HSG beim Derby in Möglingen an. Kommet zahlreich, meine Kinderlein, es gibt in jedem Fall lustige zeternde Gnome mit Schorleglas in der Hand zu bestaunen.

Es spielten und leben noch heute, wenn nicht gestorben:
Im Tor: Heiko Günther, Yannick Thiebes
Im Feld: Kevin Baumert (1), Marcus Haselbauer (16/7/0 Rote Karten), Julian Kläger, Jonas Stöckl, Michael Maier (1), Marco Weber (3), Benedikt Bauer (3), Patrick Kern (1), Sergio Santos Caballero (3), Tobias Gröner (1), Sebastian Zink (1)
Bank: Heiko Schöck, Jonas Braiger, Fabian Schäfer

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HSG Strohgäu

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